Die Geschichte des nationalsozialistischen Skilaufs in Österreich beginnt nicht erst mit dem „Anschluss“ im März 1938. Schon davor wandten sich große Teile des organisierten Skisports der NS-Ideologie und dem Nationalsozialismus zu. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) beispielsweise führte bereits 1923 einen „Arierparagraphen“ ein und schloss jüdische Sportler aus. Aufgearbeitet wurden die dunklen Flecken in der Geschichte der Skivereine nie. Stattdessen wurden NS-Sportfunktionäre nach 1945 geehrt und gewürdigt und die Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik mit werbewirksamen Bildern der „Skination Österreich“ überblendet. Der Historiker Andreas Praher hat die österreichische Skisportgeschichte im Kontext des Nationalsozialismus und des Nationbuildingprozesses nach 1945 erforscht.
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