Wenn der Sommer in die Zielgerade biegt, ist Zeit für große Namen in kleinem Rahmen. Das Herbstlärm-Festival verspricht drei Tage musikalischer Vielfalt – vom 10. bis 12. September 2026.
Donnerstag: Mira Lu Kovacs zählt zu den produktivsten und virtuosesten Musikerinnen der Gegenwart. An der Gitarre ist sie Teil der Grunge Pop-Senkrechtstarter:innen My Ugly Clementine. Auf der Bühne verbindet sie erzählerische Direktheit mit Grunge-Pop-Appeal und selbstbewusstes Auftreten mit klaren Ansagen.
Mit „Vo Mello bis ge Schopponou“ stürmte Philipp Lingg vor sechzehn Jahren die Hitparaden. Nun ergeht er sich in kompositorischer Vielfalt, die einmal mehr sein großes Talent unter Beweis stellt. In diadenglischen Texten schickt er uns durch Himmel und Hölle, sei es im Reggae, sei es im Walzertakt.
Freitag: New Safe Confinement begann als musikalische Verneigung vor Black Sabbath und als Metal-Klangarchäologie. Nun haben die Lokalmatadore daraus Schritt für Schritt ihre eigenständige Kraft entwickelt und entfalten in klassischer Rockbesetzung Rohheit und progressive Spannungsbögen mit überraschend funkigen Einsprengseln.
Bon Jour verdichten ihre Songs zu einem fiebrigen Schwebezustand zwischen Euphorie, Risiko und kontrolliertem Kontrollverlust, getragen von FM4-Chartenergie und emotionaler Übersteuerung. Die Band kreist um den Moment, in dem Gefühle lauter werden als Vernunft und Selbstformung in Selbstverlust kippt.
Samstag: Mit unvergleichlichen Stimmen machen Kamanda die Welt bunter. Der Name ist Programm: Die geballte Frauenpower, handgemachte Musik voller Lebenslust und ideenreiche Arrangements mit Indie-Pop- und Folkpopelementen machen Lust aufs Tanzen, denn das Leben ist zu kurz für lange Hosen!
Mit dem aktuellen Album „Soiz“ macht die mehrfach für den Amadeus Award nominierte Anna Buchegger Salz zur Metapher für Schmerz, Lust, Konservierung und Reibung. Musikalisch seziert sie Herkunft, anstatt sie zu feiern – dialektal und getragen von kantigen Beats.
Veranstaltungsort: kultur:treff im Haus der Musik